Die Kraut- und Knollenfäule von Kartoffeln (auch an Tomaten) bringt alljährlich, besonders in den sogenannten feuchten Pilzjahren, grosse Ernteausfälle. Eindrucksvoll bekannt ist dies aus der Geschichte Irlands, wo 1845-1847 wegen Missernten eine Million Menschen verhungerte, 1 ½ Millionen sahen sich gezwungen, nach Amerika auszuwandern. Nun darf man gespannt sein auf die Reaktion der eingefleischten Gegner der grünen Gentechnik. Für den Kartoffelanbau und die damit befassten Bauern steht ein grosser Fortschritt in Aussicht. Kartoffeln müssen –je nach Sorte und Reifezeit- mehrmals gegen Krautfäule behandelt werden, mit wechselnden Fungiziden. Heuer, 2011, konnte man die Felder wegen Übernässung zu den fälligen Terminen nicht immer befahren. Dies aber ist nur e i n Gesichtspunkt.
Man kann nicht auf der einen Seite jene 7.Milliarde Mensch bejubeln und auf der anderen Seite Fortschritte in der Sicherung unserer Nahrungsgrundlagen durch Gesetzgebung („Bayern genfrei“) verhindern.
Dr.Stefan Schweiger
Diplomlandwirt
Anm.: Wahrscheinlich wird demnächst auch die Heranzucht von Tomaten im eigenen Garten (es ist die gleiche Braunfäule, die uns dort stört) wieder mehr Freude machen. Dies natürlich nur, wenn auch diese Tomatensorte ihre Zulassung erfährt.

