FDP Nürnberg - Freiheitlich - Individuell - Tolerant - Flughafen-Nordanbindung - Warum bis 2013 zurückgestellt?

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  • Flughafen-Nordanbindung - Warum bis 2013 zurückgestellt?

    (24.09.2010) "Die Fluggastzahlen, Beschäftigten und Verkehrszahlen liegen aktuell hinter den Prognosen zurück" (Hatten wir keine Wirtschaftskrise?)

    "Bau bringt erheblichen Eingriff in die Natur" (siehe unten).


    Es wird leider immer nur aus der Sicht der Lärmbelästigung, des Umweltschutzes und der Kosten gesehen. Die Gesichtspunkte der wirtschaftlichen Entwicklung des Flughafens und der Metropolregion Nürnberg, die vor allem neue Arbeitsplätze in die Region bringen, werden ignoriert.

Eine direkte Anbindung des Flughafens ist dringend notwendig und sollte vor allem schnell umgesetzt werden, schnell, weil der Stadt keinerlei Kosten entstehen. Die Anbindung steht jetzt im aktuellen Investitionsplan des Bundes. Falls das Vorhaben nicht durchgeführt wird, besteht die große Gefahr, dass diese Mittel des Bundes anderweitig vergeben werden.

Baut man also die lächerlichen 2-3 Kilometer Straße durch den Wald oder belästigt die Ziegelsteiner, Bucher, Boxdorfer, Loher und Almoshofer Bürger weiter mit Straßenverkehr? Ganz abgesehen davon, dass der aus Süden kommende Verkehr ganz Nürnberg belästigt.


Wir haben in Nürnberg glücklicherweise so viel Wald, der die letzten 30 Jahre so schlecht gepflegt und von verrottenden Büschen und Bäumen nicht entsorgt wurde, dass diese neue Trasse der Nordanbindung eher zu einer Landschaftsverschönerung beitragen wird. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich bin schon zig-tausend Kilometer durch die Wälder gejoggt, in den letzten 20 Jahren allerdings selten. Gerade deshalb fällt mir heute auf, wie heruntergekommen unser Erholungsgebiet ist. Zudem gibt es genügend schönere Ecken im Sebalder und Lorenzer Reichswald als diesen Abschnitt. Inzwischen gibt es auch keinen Truppenübungsplatz der Amerikaner hier mehr. Diese zurückgegebene Fläche ist als Naherholungsgebiet mehr als ein Ausgleich für den viel kleineren Abschnitt des Waldes, in dem die neue Trasse der Nordanbindung geplant ist. Ich bin den Abschnitt zweimal mit dem Fahrrad abgefahren, auch abseits der Wege, auf denen ich manchmal Angst hatte zu versumpfen. Früher habe ich diese nasse Ecke bei meinen Dauerläufen meist gemieden, weil der einzige schöne Weg durch den Wald vom Buchenbühler Sportplatz entlang des Kothbrunngrabens nach Kraftshof/Neunhof war.


Im Übrigen sind die Buchenbühler die einzigen Bürger, die das Projekt mehr belasten könnte. Aber die Autobahn ist so nahe, dass jetzt schon der Lärm extrem zu hören ist und die Nordanbindung, die in etwa genauso weit entfernt ist wie die Autobahn, auch nicht mehr Verkehrslärm verursachen dürfte. Vor allem nach dem Bau eines neuen Lärmschutzwalles. Das bedeutet, dass der Lärm für die Buchenbühler Bürger sogar abnehmen dürfte. Vielleicht wäre es möglich, dass die Trasse direkt in nördlicher Richtung und nicht so nach Nordosten gebaut wird, - dann wären die Buchenbühler noch ein paar hundert Meter weiter weg von der Straße. An einem Sonntagvormittag, als ich mich mit ein paar Kollegen beim Kreisverkehr vor dem Flughafen traf, um die geplante Trasse der Flughafenanbindung anzusehen, beobachteten wir die ankommenden Autos in der Flughafenstraße. Es waren überwiegend Pkw mit oberfränkischen Kennzeichen, die alle über die geplante Nordanbindung fahren würden. Vielleicht denkt man auch einmal daran, dass wegen des Umweges, den die Flughafennutzer jetzt fahren müssen, mehr Abgase vor allem die genannten Ortsteile belasten.


Was ist für die Region also wichtiger?

Geht es eher um die paar Bäume in einem fast nutzlosen Wald, die von Umweltschützern als erhaltenswert bezeichnet werden, das Bleiben der jetzigen Lärmbelästigung oder um die baldige Realisierung der Nordanbindung zugunsten von Wirtschaft und Arbeitsplätzen?

Auch die Medien täten gut daran, die Bürger objektiv aufzuklären, damit die Verhinderungskampagnen der Neo-68er in die Schranken gewiesen werden. Früher hat man gegen neue Landebahnen am Flughafen demonstriert. München zeigt, dass der neue Flughafen im Erdinger Moos einen Wirtschaftsboom, jede Menge neuer Arbeitsplätze und deswegen ein Umdenken der Bürger erbracht hat. Heute protestiert man sogar gegen neue Bahnstrecken und gegen Olympia 2018. Das hat es in Nürnberg auch schon gegeben. Verhinderung des Ausbaues am Frankenschnellweg und des Ausbaues am Frankenstadion zum WM-Stadion 1974.

Was wäre München ohne Olympische Spiele 1972 geworden? Was für ein Erlebnis und wie völkerverbindend war die WM 2006 auch in Nürnberg? Gott sei Dank dafür, dass es diese Verhinderungsorganisationen (Grüne, Umweltschützer usw.) 1835 noch nicht gegeben hat. Sonst hätte Nürnberg keine erste Eisenbahn und wäre damals schon zur Provinz verkommen. Heute, zum 175-jährigen Jubiläum, kann man in allen Zeitungen lesen, dass entlang der Eisenbahn eine pulsierende Verkehrsader entstanden ist und die Stadt zur Industriemetropole wurde. All das wollen verschiedene Bürgerinitiativen heute verhindern – und sie finden leider genügend Anhänger, die den Protestparteien heute vor allem zum Wahlerfolg verhelfen. Ich denke auch an die Kulturdenkmäler in Deutschland, allem voran Neuschwanstein, um die uns die ganze Welt beneidet, die Touristenströme auslösen und unserer Wirtschaft dienen. All das wäre angesichts unserer heutigen Bürgerinitiativen wahrscheinlich nicht gebaut worden. Es wird also höchste Zeit, dass sich vernünftige Bürger weitsichtiger zusammenschließen, an das Ganze denken und den Verhinderern entgegentreten.

Walter Herrmann,

FDP-Ortsverband Nürnberg-Nord


Walter Herrmann, Wald- und Marathonläufer





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