Entstanden ist Soziale Marktwirtschaft durch eine Gruppe von liberalen Volkswirtschaftlern. Prof. Dr. Alexander Rüstow prägte 1932 den Begriff „Neoliberalismus“ als Abgrenzung zum „Laisser-faire-„ Liberalismus. Später wurde diese Denkrichtung auch Ordoliberalismus oder Sozialer Liberalismus genannt. Zu dieser Gruppe gehörten auch Ludwig Erhard, Walter Eucken, Franz Böhm, Hanns-Joachim Rüstow, der Berater von Bundeskanzler Helmut Schmidt war, und Wilhelm Röpke sowie Alfred Müller-Armack, der den Begriff „Soziale Marktwirtschaft“ sehr zum Ärger von Ludwig Erhard prägte. Die heutigen Angriffe gegen den Neoliberalismus sind die gleichen und aus der gleichen Ecke wie die damals gegen die Soziale Marktwirtschaft, nur zeigen sie zusätzlich, dass die Kritiker wie ver.di-Sekretär Bess die Geschichte ihrer Entstehung nicht kennen.
Neo-Liberalismus ist also nichts neues, sondern der Beginn der Sozialen Marktwirtschaft.
Dass die Demonstranten ausgerechnet „Heiner Geisler“ rufen, zeigt peinlich zusätzlich die Unkenntnis der Geschichte. Er war Familienminister von Okt. 1982 – Sept. 1985 und seine Gesetze hatten alle nicht Bestand. Bekannt ist noch das Gesetz, das die Kindererziehung bei der Rente berücksichtigen sollte. Nach Geisler sollte die Generation der „Trümmerfrauen“ leer ausgehen. Die FDP zeigte damals zwei Alternativen zur Finanzierung auf, sie wurden von Geisler und der CDU abgelehnt. Und ausgerechnet Geisler wird von ver.di bei der Demo in Fürth als Argument gegen die FDP verwendet.
Wer die Vorschläge der FDP zur Sozialpolitik vorurteilsfrei prüft und vor allem nachrechnet, wird feststellen, dass sie gerechter und sozialer sind, als die heutigen Gesetze – und sie sind bezahlbar und zukunftssicher!
Norbert Eimer, Fürth

