In den 11 Jahren von 1998 – 2009 gab es keine liberale Politik, die scheitern konnte, denn die FDP war in den Regierungen nicht vertreten, wohl aber die SPD. Die Einschnitte durch die Agenda 2010, gegen die die Gewerkschaften stehen, kamen von Bundeskanzler Schröder (SPD). Schuld kann deshalb auch nicht ein Neoliberalismus an allem sein.
Im Übrigen stammt der Name „Neo-Liberalismus“ aus dem Jahre 1932. Formuliert wurde er von Prof. Alexander Rüstow. Sein Mitstreiter Prof. Dr. Hanns Joachim Rüstow (FDP) war Berater des Bundeskanzlers Helmut Schmidt (SPD).
Die Neo-Liberalen nannten sich teilweise auch Ordoliberale oder Sozialliberale und unter ihnen findet man Namen wie: HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Eucken" \o "Walter Eucken" Walter Eucken, HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_R%C3%B6pke" \o "Wilhelm Röpke" Wilhelm Röpke, HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_M%C3%BCller-Armack" \o "Alfred Müller-Armack" Alfred Müller-Armack und HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Erhard" \o "Ludwig Erhard" Ludwig Erhard, der die Soziale Marktwirtschaft durchsetzte.
Neoliberalismus ist also das Gegenteil von dem, was man ihm unterstellt, und jeder kann das im Internet nachprüfen. Die Entwicklungen der letzten Jahre stammen nicht aus liberalem Geist, sie widersprechen ihm.
Norbert Eimer
Anm.: Dieser Leserbrief unseres früheren Bundestagsabgeordneten aus Vach bei Fürth war Mitte Februar in der NÜRNBERGER ZEITUNG zu lesen.

