Sicher wurde gerade in der jetzigen Koalition manches in die Wege geleitet, um die Übergänge in weiterführende Schulen durchlässiger zu machen: z.B. die flexible Ausgestaltung der ersten beiden Jahre der Grundschule. Oder die Gelenkklasse 5. Jahrgangsstufe, ggf. Korrektur der Schulentscheidung, mit Beratung und Begleitung von der 3. Jahrgangsstufe an. Kleinere Klassen und mehr Lehrer kommen hinzu.
Aber an den Schnittstellen knirscht es: die Kooperationsbereitschaft der Lehrer unterschiedlicher Lehrämter ist begrenzt, die hartnäckige Fixierung der Lehreraus- und -fortbildung auf das gegliederte Schulsystem verhindert übergreifende Einsätze auf verschiedenen Schulebenen.
Warum wehrt sich Bayern nach wie vor mit Händen und Füssen gegen eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen - durchaus bei differenzierter Förderung, aber mit flexiblerem Einsatz der personellen und räumlichen Ressourcen?
Otto Dietrich Knapp
Leiter AK Bildung FDP Nürnberg
Stv. Vorsitzender LFA Bildung,
Schule und Sport

