Der BND wiegelte danach ab, wie dies bei Katastrophen üblich ist. Die gestohlenen Pläne bezögen sic h nur auf einen relativ unwichtigen, nicht sicherheitsrelevanten Teil, eine kostenaufwendige Neuplanung sei nicht vonnöten. Da fragt man sich als Bürger schon, wie effizient der BND eigentlich arbeitet, sodass diese Panne überhaupt passieren konnte.
Auch in der Vergangenheit hat sich der BND ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Bei der Wiedervereinigung hatte er nicht einmal die geringste Ahnung von dem maroden Zustand der DDR-Betriebe. Im Einigungsvertrag sollte der Wert dieser Staatsbetriebe an die neuen Bundesländer fließen. Dann gab es ein böses Erwachen, als man feststellen musste, dass die meisten DDR-Betriebe überhaupt nicht konkurrenzfähig und auch nicht sanierungsfähig waren. Der Wert der DDR-Wirtschaft war heillos überschätzt worden, natürlich von den DDR-Bürgern, die gar nicht verstehen konnten, dass die Treuhand all diese unrentabel arbeitenden Betriebe platt machte. Eine intakte Spionageabteilung jedoch hätte so etwas selbstverständlich wissen müssen.
Eine noch grössere Schlappe war es in Zeiten der Regierung Willy Brandt, dass der Meister-Spion der DDR namens Günter Guillaume als engster Mitarbeiter des Bundeskanzlers so spät enttarnt worden ist.
Dr.Wolfgang Weyell

