Bildungsreferat Nürnberg: überfälliger erster Schritt
Die FDP Nürnberg begrüßt die geplante Umorganisation des Schulreferates in ein Bildungsreferat.
„Wir unterstützen diesen Schritt ausdrücklich. Damit wird eine Forderung, die wir bereits vor mehreren Jahren formuliert haben, endlich umgesetzt“, kommentiert die FDP-Kreisvorsitzende Birgit Wegner die Reform im Nürnberger Bildungswesen.
Gleichzeitig sehen die Liberalen weiteren Handlungsbedarf.
„Wir denken Bildungspolitik ganzheitlich, also im Kontext des lebenslangen Lernens. Die angekündigte Strukturreform ist ein wichtiger Anfang, reicht aus unserer Sicht aber noch nicht aus“, so Wegner.
Konkret fordert die FDP Nürnberg, den Bildungscampus als zentrale Weiterbildungseinrichtung der Stadt in das neue Referat zu integrieren.
„Das ist ohne tiefgreifende Strukturveränderungen möglich, würde aber sofort signifikant den innerstädtischen Meinungsaustausch verbessern und den Austausch innerhalb der Bildungslandschaft stärken“, ergänzt FDP-Vorstandsmitglied Alexander Liebel.
Darüber hinaus plädieren die Liberalen für eine weitergehende Neuordnung.
„Bildung beginnt nicht erst in der Schule. Deshalb wollen wir perspektivisch auch die frühkindliche Bildung einschließlich der
Horte in einem Bildungsreferat bündeln“, so Liebel. „Das würde bedeuten, Krippen, Kindergärten und Horte aus dem Sozialreferat auszugliedern und in ein echtes Bildungsreferat zu überführen.
Uns ist bewusst, dass das nicht kurzfristig umsetzbar ist – die Diskussion darüber halten wir aber für notwendig.“
Die FDP Nürnberg fordert daher eine grundlegende Debatte über die Struktur der städtischen Bildungslandschaft. „Wir müssen bereit sein, bestehende Strukturen zu hinterfragen, um Bildung in Nürnberg zukunftsfähig aufzustellen“, betont Wegner.